Passivhäuser
Passivhäuser sind Gebäude, die wegen ihrer speziellen Wärmedämmung keine andere Heizung zum heizen braucht. Diese Häuser heißen deswegen passiv, weil die Wärmequellen passiv sind. Das können Sonnenstrahlen, technische Geräte und Wärme von Bewohnern des Hauses sein. Dadurch haben Passivhäuser einen sehr niedrigen Energieverbrauch. Natürlich muss eine gute Wärmedämmung vorhanden sein, sowie eine dichte Gebäudehülle. Es muss darauf geachtet werden, das die Dämmung stets dicht bleibt, sonst kann keine kontrollierte Wärmung erfolgen. Meistens sind die Fenster der europäischen Passivhäuser dreifach verglast und mit einem speziellem Gas gefüllt.
Neubauten von Passivhäusern lassen kaum Luft durch, dadurch ist ein Luftaustausch kaum möglich. Deswegen werden in den Gebäuden spezielle Lüftungsanlagen eingebaut die für den Luftaustausch sorgen sollen. Es gibt zwei Arten von Lüftungen, die Passivlüfung sowie Aktivlüftung. Bei einer Passivlüftung wird unterirdisch ein Lüftungsrohr verlegt, das im Winter die Luft vorwärmt und im Sommer kühlt. Auch Erdwärmetauscher sind für eine Passivlüftung gut geeignet, sie sind hydraulisch und müssen nicht gewartet werden. Bei der zweiten Variante, der Aktivlüftung, wird ausschließlich über die Lüftungsanlage geheizt. Dies kann durch einen Wasser- Luft- Wärmeübertrager erfolgen oder durch eine Wärmepumpe. Allerdings darf sich die Luft nicht mehr als über 57 Grad Celcius erwärmen, da es sonst zu einer Staubschwelung kommt. Die größte Heizwärme kommt durch solare Gewinnung und durch die Wärmeübertragung der im Passivhaus lebenden Personen.
